Predigttitel: „Ruhe und Wiederherstellung – Teil 2“
(Markus 2,23–3,6)
Pastor: Brian Moore
Diese Predigt beginnt mit einem Blick in das Buch Levitikus und macht deutlich, dass auch scheinbar schwere oder fremde Texte das Evangelium klar bezeugen. Levitikus zeigt, wie ernst und umfassend die Realität der Sünde ist und wie notwendig Opfer waren, damit Gemeinschaft mit Gott möglich wurde. Genau hier gewinnt das Bekenntnis „Jesus starb für meine Sünden“ Tiefe und Gewicht: In Christus sind alle Opfer erfüllt und abgeschlossen. Gottes Ziel war nie bloss moralische Verbesserung, sondern Gemeinschaft. Der heilige Gott kommt zu seinem Volk und ruft es trotz Schuld, Scham und Versagen zu sich.
Im weiteren Verlauf wird das Gesetz anhand von Deuteronomium 6 erklärt. Gottes Gesetz dient als Spiegel, der unser Herz offenlegt, als Leine, die uns nahe bei Gott hält, und als Segen, der zeigt, wie Leben in Gottes guter Ordnung aussieht. Die Predigt fordert dazu auf, sich ehrlich von Gottes Wort prüfen zu lassen, eigene Ausweichbewegungen zu erkennen und dort umzukehren, wo wir von Gott weglaufen oder versuchen, eigene Wege im Dunkeln zu gehen. Umkehr bedeutet Rückkehr in die Beziehung, zu der Gott sein Volk von Anfang an berufen hat.
Im Zentrum steht schliesslich Jesus Christus als Erfüllung von Gesetz und Opfer. In der Zusicherung aus dem ersten Petrusbrief wird deutlich, dass Christus jede Sünde getragen hat, ob bewusst oder unbewusst, gross oder klein. Durch seine Wunden sind wir geheilt und in die Herde Gottes zurückgebracht. Der Blick auf den Sabbat im Markusevangelium unterstreicht diese Hoffnung: wahre Ruhe liegt nicht im Befolgen von Regeln, sondern in der Herrschaft Christi. Im Abendmahl wird diese Wahrheit sichtbar und erfahrbar, denn Gott stellt Gemeinschaft wieder her und lädt sein Volk ein, in dem vollbrachten Werk Jesu zu ruhen.
