Predigttitel: „Ruhe und Wiederherstellung – Teil 1„
(Markus 2,23–3,6)
Pastor: Brian Moore
In diesen beiden Begebenheiten aus dem Markusevangelium spitzt sich der Konflikt zwischen Jesus und den Pharisäern zu. Was als scheinbar nebensächliche Frage zur Sabbatpraxis beginnt, entlarvt ein tieferes Problem: menschliche Traditionen haben sich unmerklich an die Stelle von Gottes Wort gesetzt. Der Sabbat, ursprünglich als Geschenk gedacht, wird zum Instrument der Kontrolle. Jesus begegnet diesem Missverständnis nicht mit neuen Regeln, sondern mit einer grundlegenden Korrektur des Denkens.
Die Schrift zeigt, dass der Sabbat nie bloß Ruhe von Arbeit meinte, sondern ein Zeichen von Gottes Bund, Gnade und Rettung war. Er erinnert daran, dass Gott handelt, rettet und heiligt und dass sein Volk eingeladen ist, ihm zu vertrauen. Ruhe ist Ausdruck von Glauben. Wer wirklich ruht, bekennt damit, dass Gottes Werk wichtiger ist als das eigene Tun.
Wenn Jesus sich schließlich als „Herr des Sabbats“ offenbart, wird klar: Der Sabbat findet seine Erfüllung nicht in einem Tag, sondern in einer Person. In Christus ist das Werk vollbracht, die Beziehung wiederhergestellt, wahre Ruhe geschenkt. Diese Predigt lädt dazu ein, den Sabbat nicht als Last, sondern als Einladung neu zu verstehen und im Vertrauen auf Jesus echte Ruhe und Wiederherstellung zu finden.
